Frauen-Union: Gemeinsame Verantwortung für Kultureinrichtungen
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06/07/2004

„Angesichts der bescheidenen Haushaltslage muss die Kulturförderung bis zum Herbst 2004 völlig neu strukturiert und geordnet werden" kündigte Dr. Annette Schwandner – zuständige Abteilungsleiterin des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur - in ihrer Rede anlässlich des Sommerempfangs derFrauen Union zu Ehren langjähriger engagierter Mitglieder an.

„Das Land Niedersachsen wird sich auf Schwerpunkte beschränken, das Antragsverfahren vereinfachen und die regionale Förderung in die Hände der 13 Landschaftsverbände geben, sobald die Bezirksregierungen wegfallen." Allerdings seien 80 % der Mittel ohnehin durch feste Verträge, Personalkosten und Festkosten gebunden und stellten damit einen erheblichen Wirtschaftsfaktor dar.

Damit wird nach Einschätzung der Frauen Union ein stärkeres Engagement von Privatpersonen, Unternehmen und Institutionen unerlässlich sein, um das reiche Kulturleben in Niedersachsen aufrecht zu erhalten. Die Identifikation und der Einsatz der Bürger für einzelne kulturelle Höhepunkte oder Sparten muss stärker publik gemacht werden. „So sollten sich bekannte Frauen vor Ort noch häufiger als Schirmherrinnen zur Verfügung stellen, um kulturelle Einrichtungen persönlich zu präsentieren und Brücken zu Sponsoren zu schlagen," regt die Landesvorsitzende der Frauen Union, Dr. Eva Möllring aus Hildesheim, an.