8. März ist Weltfrauentag: FRAUEN-UNION fordert gerechte Renten


05/03/2004

Für das Erziehen von Kindern sollen nach Auffassung der Frauen-Union mehr Rentenjahre angerechnet werden. "Bisher sind Mütter die Verliererinnen der Rentenreform!", stellt Dr. Eva Möllring, stellvertretende Bundesvorsitzende der Frauen-Union aus Niedersachsen fest. "Sie verzichten schon wegen derKindererziehung auf große Teile ihres Einkommens und verlieren dann auch noch Rentenansprüche, weil viel weniger in die Rentenkasse eingezahlt werden kann. Dadurch haben Frauen im Schnitt rund 500 EURO weniger Rente als Männer."

Dennoch sei die Bundesregierung bei der Berechnung des Standards wieder von dem sogenannten Eckrentner ausgegangen - ein Mann, der 45 Jahre lang durchgehend in einer Vollzeitbeschäftigung steht. Die Lebenswirklichkeit von Müttern sehe anders aus. Viele seien jahrelang nicht berufstätig, fast 40% der Frauen aller Altersschichten seien nur  teilzeitbeschäftigt. Lediglich 17% der Frauen mit Kindern arbeiten voll und könnten somit gleichwertige Renten erwirtschaften wie der Eckrentner. Erkauft werde dies durch eine langjährige Doppelbelastung.
                                                     
Außerdem basierten 80% der Frauen-Renten auf unterdurchschnitt-
lichen Löhnen - spätestens im Alter ein Weg in Armut und Abhängigkeit.

Dabei habe das Bundesverfassungsgericht längst erkannt:
Mütter seien dreifach bestraft: Weniger Einkommen, höhere Kosten für die Kinder und weniger Rente. Es werde Zeit, dass der Gesetzgeber den Forderungen des höchsten Gerichts Deutschlands folge und einen Ausgleich schaffe, indem Kindererziehung und Pflege bei der Bemessung der Rente angemessen anerkannt werde, meint die Frauen-Union.