Frauen Union fordert weitere Maßnahmen, um die Qualität von
Schönheitsoperationen sicher zu stellen.
14/02/2005

„Wir begrüßen es, wenn die Bundesregierung jetzt unseriöse Werbung für
Schönheitsoperationen verbietet," sagt Dr. Eva Möllring, Vorsitzende der Frauen Union Niedersachsen. „Es sind aber weitere Maßnahmen nötig, um Patienten abzusichern."

Schönheitsoperationen machen nicht unbedingt schöner. Bis zu 25% der Patienten werden verunstaltet und fordern eine Nachkorrektur, habe Dr. Constanze Neuhann-Lorenz, Ästhetisch-Plastische Chirurgin aus München festgestellt. Auch Todesfälle seien jährlich zu verzeichnen.

Deshalb fordert der Landesvorstand der Frauen Union Niedersachsen dieÄrztekammer auf,  klare und verständliche Bezeichnungen für die Qualifikation der Ärzte zu entwickeln, und sich dafür einzusetzen, dass Patienten über die Alternativen zu kosmetischen Eingriffen, die
Auswirkungen und Risiken umfassend informiert werden.

Gewerbliche Institute sollten einer Zulassungspflicht und Kontrolle unterworfen werden. Auch in Niedersachsen solle es zahlreiche Praxen und private Kliniken geben, in denen Schönheitsoperationen ohne fachärztliche Ausbildung durchgeführt würden.