Frauen Union zum AIDS-Tag: HIV-Infektionen durch intensivere Maßnahmen gezielt verhindern!
01/12/2005

„AIDS-Aufklärung" darf nicht nachlassen – fordert die Vorsitzende der niedersächsischen Frauen Union und CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Eva Möllring. Die Anzahl von HIV-Infizierten sei nicht etwa gesunken sondern würde seit 1996 – und besonders seit 2000 - immer weiter ansteigen. So haben sichim 1. Halbjahr 2005 1.164 Menschen in Deutschland infiziert.  Das waren 20% mehr als im 1. Halbjahr 2004.„Die verbesserten Behandlungsmöglichkeiten dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Krankheit immer noch unheilbar ist und letztlich zum Tode führt, erklärt die Ärztin Janine Bierwirth, die die Arbeitsgruppe „Gesundheit" der Frauen Union leitet. Von einer wirklichen Kontrolle, geschweige denn einer Eindämmung der HIV-Epidemie sei man immer noch weit entfernt.

Nach einer intensiven Aufklärungskampagne in den 90er Jahren sei zwischenzeitlich der Eindruck erweckt worden, durch erfolgreichere Prävention und die verbesserten Behandlungsmöglichkeiten sei das Problem hier bereits weitgehend unter Kontrolle. AIDS schien nur für Entwicklungsländer und die im Umbruch befindlichen Länder Osteuropas noch eine Gefahr darzustellen. „Davon soll man sich nicht täuschen lassen" – erklärt die Frauen Union.  Vielmehr müssen Gesundheitsämter, Schulen, Trägern von Integrationsprojekten und Medien, sich noch energischer als bisher für sachliche Aufklärung einsetzen und sich gezielt an die Personen richten, die besonders gefährdet sind. So sollten auch Migranten in Ihrer jeweiligen Muttersprache informiert werden. Wissenschaftliche Projekte, die beispielsweise eine Impfung zum Schutz vor Infektionen entwickelten, sollten stärker gefördert werden.