Zeit zum Umdenken in den Kitas–
Qualität erhalten, überflüssige Vorschriften abbauen!
07/11/2005

Mütter und Väter brauchen flexible Kinderbetreuung, die sich an ihre beruflichen Anforderungen anpasst; Kommunen müssen Plätze anbieten, obwohl sie überschuldet oder bestenfalls pleite sind. Aus dieser Zwickmühle hat die niedersächsische Landesregierung mit dem Modellkommunengesetz einen salomonischen Ausweg gefunden, meint die Frauen Union.

Die 5 Modellkommunen können ihr Angebot mit gleicher Qualität flexibel auf den Bedarf ausrichten, ohne durch übergeordnete Bürokratie an überflüssige Vorgaben gefesselt zu sein. Der Versuch läuft bis zum 31.12.2008. Dann müsse man sehen, ob sich die Verwaltung vor Ort bewähre.

Enttäuschend empfindet der Landesvorstand der Frauen Union die Ablehnung dieser Lockerungen von einzelnen Kitas und Freien Wohlfahrtsverbänden.

„Endlich ermöglicht es die Landesregierung den Kommunen, auch Kindern unter drei Jahren Plätze anzubieten und gleichzeitig Arbeitsplätze für Erzieherinnen sicher zu stellen,“  lobt die Landesvorsitzende Dr. Eva Möllring den Modellversuch. „Es ist Zeit, umzudenken, wenn man Familien und Frauen in der heutigen Finanzlage helfen will, Beruf und Kinder zu kombinieren!“ ergänzt Renate Friedrich aus Langenhagen, Leiterin einer Kita und Mitglied des Landesvorstandes der Frauen Union.