Frauen Union fordert SPD-Abgeordnete auf, ihr Frauenbild zu korrigieren
18/01/2006

„Herr Lenz hat offenbar die letzten 40 Jahre nicht miterlebt. Wer Mütter derart abqualifiziert und von Beruf und Politik ausschließt, sollte sich selber aus dem politischen Geschäft zurückziehen“, fordertdie Frauen Union Niedersachsen. Von einem Volksvertreter müsse man heutzutage erwarten können, dass er Männern und Frauen das gleiche Recht auf Berufstätigkeit einräume.

Der Landtagsabgeordnete Günter Lenz hatte empfohlen, die Bürgermeisterin von Langenhagen, Susanne Schott, abzuwählen, weil ihr Kind einen Anspruch auf ihre Betreuung habe.

„Offenbar hat es sich zu diesem Volksvertreter noch nicht herumgesprochen, dass Frauen nicht mehr an Heim und Herd festgebunden sind“, meint Landesvorsitzende Dr. Eva Möllring. „Hat Herr Lenz schon einmal erwogen, auf eines seiner eigenen zahlreichen Ämter zu verzichten, um der Erziehung seinerbeiden Kinder gerecht zu werden?“

Die Frauen Union fragt sich auch, warum Caren Marks, SPD-Bundestagsabgeordnete und Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, sich nicht von der Einschätzung ihres Kollegen distanziert habe.