CDU/CSU bringt Antrag zur Chancengleichheit von Frauen im Beruf ein
12/03/2007

Anlässlich des Weltfrauentages erklärt die Bundestagsabgeordnete, zuständige Berichterstatterin und Landesvorsitzende der Frauen Union in Niedersachsen Dr. Eva Möllring:„Frauen, die Vollzeit arbeiten, verdienen 23 Prozent weniger als Männer. Bezogen auf den Stundenlohn entsteht sogar ein Unterschied von 26 Prozent. Damit belegt Deutschland den letzten Platz in Europa. Frauen wählen Berufe, die schlechter bezahlt werden, erreichen seltener Führungspositionen (In den Vorständen der 100 größten deutschen Unternehmen sitzen 685 Männer und 4 Frauen.) und verzichten oft wegen der Familienarbeit auf eine durchgehende Berufstätigkeit. Es gibt viele Gründe für den Lohnunterschied und deshalb muss viel angestoßen werden. Freiwillige Lohntests für Unternehmen und die Festlegung von Zielmarken gehören dazu. Durch frühe Motivation, schulische Förderung und kombinierte, frauenorientierte Studiengänge können mehr Frauen für zukunftsträchtige technische Berufe interessiert werden. Das würde Deutschland auch im Wettbewerb unterstützen, denn schließlich fehlen 22.000 Ingenieure und etliche Fachkräfte im IT-Bereich. Eine breite Palette von Kinderbetreuungsmöglichkeiten und individuell-flexible Arbeitszeiten sind notwendige Rahmenbedingungen für junge Mütter und Väter. Außerdem müssen so manche Personalchefs Vorurteile und Arbeitnehmerinnen überkommenes Rollenverhalten über Bord werfen. Frauen sind heute super ausgebildet und hoch motiviert. Deshalb ist es wirtschaftlich sinnvoll, dieses Potential auch zu nutzen.“