Zwangsehen: Mädchen in Deutschland vor erzwungenen Ehen schützen!
13/03/2007

Die Frauen Union Niedersachen begrüßt die Initiative von Sozialministerin Ross-Luttmann, junge Mädchen vor erzwungenen Ehen zu schützen. Zahlreiche Schülerinnen mit Migrationshintergrund haben große Angst, in eine Ehe gezwungen zu werden, nicht mehr selbständig leben zu können und sogar ausreisen zu müssen. Das neue Krisentelefon kann für sie ein erster Anker in der Not sein. Wir begrüßen es besonders, dass es auch gelungen ist, etablierte Migrantinnen in das Konzept einzubinden, um den Mädchen zu helfen und in den Familien ein neues Bewusstsein für die Selbstbestimmung von Frauen herzustellen, sagte Dr. Eva Möllring, Vorsitzende der Frauen Union. Auch auf Bundesebene müssen wir aktiv werden, denn wir dürfen die jungen Frauen nicht im Stich lassen, wenn sie ins Ausland verbracht werden, forderte Möllring. Sie müssen ein Rückkehrrecht haben, wenn es ihnen gelingt, sich aus der Ehe zu lösen. Migrantinnen sollen zumindest 18 Jahre alt sein, um in Deutschland einzureisen und zu heiraten sowie Grundkenntnisse der deutschen Sprache beherrschen. Wir können es nicht zulassen, dass Mädchen nur zum Zweck der Heirat hergeholt werden und dann keine Chance haben, selber in Deutschland Fuß zu fassen.