Einheitliche Bildungs- und Qualifizierungsabschlüsse innerhalb Europas Artikel von Wiltrud Schumann
02/04/2009

Die Deutsche Sektion der Europäischen Frauen-Union, EFU, führte kürzlich in Berlin ihre Delegiertentagung durch. Die Christdemokratinnen befassten sich mit Bildungs- und Ausbildungschancen für Frauen aller Altersgruppen in Deutschland und Europa. Sie nahmen darüber hinaus die Berichte aus den Europa – Arbeitskreisen und den Internationalen Kommissionen der EFU entgegen. Als Gastrednerin zum Thema „Lebenslanges Lernen - eine Notwendigkeit für unsere Gesellschaft und eine Chance für Frauen“ begrüßte die Vorsitzende der Deutschen Sektion der EFU, Dr. Bärbel Steinkemper, die Abgeordnete des Europäischen Parlaments, Dr. h. c. Doris Pack, zugleich auch Präsidentin der Frauen in der Europäischen Volkspartei, EVP. Doris Pack stimmte die Versammlung zunächst auf die bevorstehende Europawahl und die Bedeutung Europas in der Welt ein. Sie informierte sehr detailliert aus ihrem Ressort „Kultur und Bildung“ undstellte die EU-Bildungsprogramme ERASMUS, COMENIUS; LEONARDO DA VINCI und GRUNDTVIG vor. Während die drei erst genannten Programme für die Jugend in Europa angeboten werden, fördert GRUNDTVIG die Erwachsenenbildung innerhalb der EU. Die Christdemokratinnen sehen in GRUNDTVIG und der Konzeption „Lernen im Lebenslauf“ gerade auch für Frauen, die sich in der Mitte des Lebens befinden, große Chancen für Qualifizierungen und erweiterte Bildungsabschlüsse. Diese eröffnen ihnen Aufstiegschancen innerhalb des Unternehmens bzw. den Wechsel in andere Erwerbsbereiche auch der Europäischen Gemeinschaft. Festzuhalten bleibt allerdings, dass Arbeitnehmerinnen auch innerhalb der Europäischen Union in Konkurrenz zu einander stehen. Somit begrüßen die Frauen der EFU, dass der Zugang zu Lernmöglichkeiten überall in der EU eröffnet wird. Sie sehen aber auch dringenden Handlungsbedarf, dassin Ergänzung zu GRUNDTVIG innerhalb Europas einheitliche Bildungs- und Qualifizierungsabschlüsse weiter voran gebracht werden müssen. Zur gesamten Thematik haben die Delegierten eine Resolution erarbeitet. Dieses Papier wird über die Gremien der EFU, Vorstand und Ratsversammlung, an die Abgeordneten der Europäischen Volkspartei im Europäischen Parlament weiter geleitet.