Frauen Union: Seniorinnen in Niedersachsen fördern!
Konsequenzen aus der umfassenden Studie der CDU-Landesregierung
17/12/2009

"Seniorinnen leben von geringen Einkommen und geringen Renten. Doppelt so viele Frauen sind von Altersarmut betroffen wie Männer. Deshalb fordert die Frauen Union mehr Qualifikation für Frauen, die über 55 Jahre alt sind. Bereits heute besuchen Senioren und Seniorinnen zahlreiche Kurse privater Träger, die das Land Niedersachsen im Rahmen der Erwachsenenbildung fördert. Arbeitsagentur und Unternehmen müssten sichverstärkt darum bemühen, diese Fortbildungen zielführend mit dem Arbeitmarkt zu verflechten", erklärt Dr. Eva Möllring, Landesvorsitzende der Frauen Union Niedersachsen.
Die Forderung ist eine erste Konsequenz aus der Antwort der Landesregierung auf die große Anfrage von CDU und FDP zu der Situation von Seniorinnen und Senioren in Niedersachsen. Die Bestandaufnahme zeichnet ein umfassendes Bild der wirtschaftlichen Lage von älteren Menschen in Niedersachsen.
"56 Prozent derüber 60-jährigen sind nach Auskunft der Landesregierung Frauen, während der allgemeine Frauenanteil bei 50,9 Prozent liegt. Diese Seniorinnen gehören nicht zum alten Eisen, sondern stehen mitten im Leben und sind vielfach bereit, sich weiter beruflich, gesellschaftlich und ehrenamtlich zu engagieren. Sie wollen nicht vereinsamen, sondern im Kontakt mit allen Generationen gefordert werden. Viele denken sogar darüber nach, wie sie auch nach dem 65. Lebensjahr weiter beruflich tätig bleiben können, zahlreiche sind ehrenamtlich aktiv. Die Politik muss diese Entwicklung aufgreifen", fordertDr. Möllring.
Die Landesregierung ist mit der Einrichtung der Seniorenservicebüros einen guten  und wichtigen Schritt gegangen. Fachkundige Beratung kann der Schlüssel für ein selbst bestimmtes Leben im Alter sein. Eine zukünftige aktive Seniorenpolitik muss sich an den vielfältigen Potentialen von älteren Menschen orientieren, kündigt Gisela Konrath, Landtagsabgeordnete aus Hannover, an.