Kinderpornografie - jetzt handeln!
25/03/2009

„Kinderpornografie darf im Internet nicht toleriert werden. Die Vergewaltigung und der Missbrauch von Kindern vor laufender Kamera ist ein Millionengeschäft, das endlich bekämpft und geächtet werden muss. Das engagierte Vorgehen von Familienministerin Ursula von der Leyen mündete heute in einemKabinettsbeschluss, der den Zugang zu Internetseiten mit kinderpornografischen Inhalt erschweren soll", erklärt die Landesvorsitzende der Frauen Union der CDU in Niedersachsen, Dr. Eva Möllring.
In einem zweistufigen Verfahren wird jetzt der Kampf gegen Kinderpornografie im Internet umgesetzt. Einerseits wird das Bundesfamilienministerium weiter auf das Instrument von Zugangssperren setzen. Beabsichtigt ist in Kürze Verträge zwischen Internetserviceprovidern und dem Bund, vertreten durch das Bundeskriminalamt, zu schließen. Dabei leiten die Internetanbieter die Zugriffe auf Stoppseiten um, so dass die kinderpornografischen Seiten nicht aufgerufen werden können.
Möllring: „Die Bereitschaft der Internetprovider zu einer Kooperation bei der Zugriffssperrung von Kinderpornoseiten ist erfreulich. Warum sollte in Deutschland nicht funktionieren, was bereits in sieben europäischen Ländern zur Praxis gehört? Dort funktioniert die Zugriffssperrung auf vertraglicher Basis. In einem zweiten Schritt muss das Telemediengesetz geändert werden. Jetzt müssen alle an einem Strang ziehen."
Im Zeitraum von 2006 bis 2007 betrug der Zuwachs beim Vertrieb von Kinderpornografie 11 Prozent. Einzelne kinderpornografische Videos wurden in Deutschland bis zu 50.000 Mal im Monat aus dem Internet herunter geladen.
„Diese Zahlen fordern uns zum Handeln auf - ohne Aufschub! Es geht um den Schutz der Kleinsten und Hilflosesten", betont die Vorsitzende der Frauen Union der CDU.