Frauen in Aufsichtsräte und Vorstände!
Aufforderung an Ministerpräsident und Landesregierung
07/09/2010

Das Ziel steht fest:"Mindestens 40 Prozent der deutschen Aufsichtsratsmitglieder sollen Frauen sein und 40 Prozent Männer. Über den Rest lassen wir mit uns reden."Dieser Beschluss der Frauen Union Niedersachsen wurde jetzt auf der bundesweiten FU-Kreisvorsitzendenkonferenz in Mainz ausdrücklich bekräftigt.

Ein entsprechender Gesetzesentwurf mit einem Stufenplan wird zurzeit durch die Justizministerkonferenz formuliert und geprüft. Dabei soll die Quotierung sich nicht nur auf die Beteiligung von Frauen in Aufsichtsräten und Vorständen, sondern auch auf mittlere und gehobene Zwischenstufen beziehen. Bis zum Frühjahr 2011 soll das Ergebnis vorliegen, verspricht die bayrische Justizministerin Beate Merk.

In der Zwischenzeit setzt die Frauen Union auf firmeninterne Frauenquoten, wie sie etwa bei der Telekom, Siemens und E.ON, IBM oder Daimler vorgegeben werden. Dabei sei entscheidend, die Ziele präzise zu formulieren, die Ergebnisse fortlaufend zu überprüfen und gegebenenfalls Konsequenzen gegenüber Vorgesetzten zu ergreifen, wenn die Ziele nicht erreicht würden. Die Frauen Union Niedersachsen fordert Ministerpräsident David McAllister auf, dafür Sorge zu tragen, dass Unternehmen, andenen das Land Niedersachsen beteiligt ist, in gleicher Weise vorgehen und damit zu Vorbildern werden. Parallel bittet FU-Landesvorsitzende Eva Möllring den Ministerpräsidenten, auch innerhalb der Landesverwaltung dafür einzutreten, dass der Frauenanteil sich auf mittlerer und gehobener Ebene sichtbar erhöht, damit eine gleichwertige Anzahl von erfahrenen Frauen entsteht, die auf Spitzenpositionen vorrücken können.

"Die Unternehmen haben inzwischen verstanden, dass sie sich dem Thema stellen müssen, wenn sie mittel- und langfristig über qualifiziertes Personal verfügen wollen", erklärt Landesvorsitzende Dr. Eva Möllring."Allerdings hat die freiwillige Vereinbarung der Bundesregierung von 2001 bislang noch keinen Durchbruch gebracht. Deshalb müssen von der Politik jetzt klare Signale kommen. Weitere neun Jahre wollen wir nicht warten!"Möllring hatte die Forderungen bereits 2007 im Bundestag thematisiert und bearbeitet das Thema federführend in der Frauen Union. Unterstützt wird das Anliegen von der Initiative FIDAR (Frauen in die Aufsichtsräte), dem Verband der Unternehmerinnen, der eine Datenbank mit qualifizierten Frauen erstellt und dem Verband der Juristinnen, der konkrete Einstiegsschienen für Frauen in Aufsichtsräten evaluiert.

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