Frauen Union Niedersachsen fordert die Kostenübernahme von Genexpressionstests bei Brustkrebserkrankten
14/11/2013

Jede achte Frau erkrankt in ihrem Leben an Brustkrebs, in jedem Jahr wird bundesweit bei ca. 75.000 Frauen Brustkrebs diagnostiziert.
Nachdem Brustkrebs diagnostiziert wurde, kommt es in den meisten Fällen zu einer operativen Entfernung des erkrankten Brustkrebsgewebes. An-schließend wird der Tumor zur weiteren Untersuchung an die Pathologie gegeben. Mit Hilfe des Genexpressionstests kann der Pathologe an dem entfernten Gewebe feststellen, ob bei der Art des vorliegenden Tumors, eine Chemotherapie für die erkrankte Frau eine notwendige Behandlungs-methode ist. Schätzungsweise jährlich 10.000 bis 15.000 Erkrankten könnte durch die Anwendung des Genexpressionstests eine chemotherapeutische Behandlung erspart bleiben. Chemotherapien bedeuten enorme physische und psychische Belastungen für die Patientinnen und deren Familien. Und genau diese Belastungen könnten für einen Teil der an Brustkrebs erkrank-ten Frauen bei Anwendung eines Genexpressionstests vermieden werden. Gesundheitsökonomische Berechnungen haben zudem ergeben, dass die Einsparungen durch Vermeidung von Chemotherapien höher sind, als die Zusatzkosten der Tests.
"Die Frauen Union Niedersachsen fordert, Genexpressionstests in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung aller Bundesländer aufzunehmen. Jede Frau muss bei entsprechender Indikation die Chance auf einen Genexpressionstest haben. Jede Chemotherapie, die nicht notwendig ist, bedeutet für die betroffene Frau und ihre Angehörigen, einen enormen Gewinn an Lebensqualität“, so Ute Krüger-Pöppelwiehe, Landesvorsitzende der Frauen Union der CDU in Niedersachsen.
Vom 16. bis 17. November 2013 findet in Ludwigshafen der 30. Bundesdelegiertentag der Frauen Union der CDU Deutschlands statt, bei dem ein entsprechender Antrag der Frauen Union Niedersachsen eingebracht wird.