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Frauen Union Niedersachsen setzt am zweiten Tag, dem 08.09.07, ihre Tagung fort und stellt das Thema Mediation in das Zentrum der Diskussion

10.09.2007

Der Landesdelegiertentag der Frauen Union der CDU in Niedersachsen setzte sich am zweiten Tag mit dem zentralen Schwerpunkt Mediation auseinander. Amtsgerichtsdirektor Wolfgang Scheibel aus Göttingen berichtete aus seinem reichen Erfahrungsschatz über die praktische Arbeit vor Ort. Dabei unterstrich er, dass Skeptiker zu Befürwortern wurden und die Mediation bei Fachleuten und den streitenden Parteien zunehmend auf positive Resonanz stößt. Wobei die Freiwilligkeit viel zur Atmosphäre beitragen würde. Mediation sei eine gute Alternative zum Gerichtsverfahren, vor allem bei Scheidungen und Nachbarschaftsstreit, so Amtsgerichtsdirektor Wolfgang Scheibel.
Danach sprach Frau Justizministerin Heister-Neumannüber den Entwurf des 1. Mediationsgesetzes in Niedersachsen. Mit diesem Mediationsgesetz steht Niedersachsen an der Spitze der Bewegung für die Mediation und Göttingen ist der Vorreiter in diesem Bereich. Durch dieses Gesetz soll die Mediation von staatlicher Seite anerkannt werden und eine verbürgte Qualität erhalten, so Ministerin Heister-Neumann. Das Mediationsgesetz solle nächstes Jahr im Landtag verabschiedet werden. Ministerin Heister-Neumann erklärte, dass das Mediationsgesetz einen wichtigen Beitrag zur Streitkultur in Deutschland darstellen werde.
Zum Ende der Tagung verabschiedeten die Delegierten den Leitantrag„Leitthesen Integration“.„Das Zusammenleben unterschiedlicher Menschen in unserem Land wird eine zentrale Frage der weiteren, erfolgreichen Entwicklung sein. Sprache, Bildung, Arbeitsplätze und die Stärkung der Frauen sind die Schlüsselfaktoren für ein vielfältiges gesellschaftliches Zusammenleben in Deutschland“, so Dr. Eva Möllring. Dieses Thema soll vertiefend weiterverfolgt werden.
Abschließend beschlossen die Delegierten eine Resolution, um die rechtliche Stellung von geschiedenen Müttern zu verbessern. Scheidungskinder sind besonders auf die Zuwendung und Erziehung durch ihre Eltern sowie eine ausreichende finanzielle Unterstützung angewiesen.

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