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Landesdelegiertentag der Frauen Union in Verden/AllerChancen für Frauen auf dem Arbeitsmarkt standen im Mittelpunkt!

04.07.2006


Verden/Aller. Am vergangenen Samstag hat die Frauen Union (FU) Niedersachsen ihren diesjährigen Landesdelegiertentag zum Thema „Gute Chancen für Frauen auf dem Arbeitsmarkt“ in Verden/Aller veranstaltet.  Neben Juliane Achatz vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung aus Nürnberg konnten die Frauen den niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff begrüßen.

Die Frauen Union (FU) Niedersachsen hat auf ihrem Landesdelegiertentag, dem höchsten Gremium der FU Niedersachsen, ein Positionspapier zum Thema „Tatsächliche Gleichstellung von Frauen am Arbeitsmarkt durchsetzen“ beschlossen.  Gefordert wird hierin u.a., dass geringfügige Beschäftigungsmöglichkeiten hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Frauen überprüft und ggf. nachgebessert werden müssen.  Außerdem soll zukünftig die schulische und universitäre Ausbildung dahingehend ausgerichtet werden, dass Frauen motiviert werden, ihre Chancen in bisher männerdominierten Berufsfeldern zu suchen.
Zentrales Anliegen sei es, Familien durch ein vielfältiges und qualitativ hochwertiges Angebot von Kinderbetreuungsmöglichkeiten zu unterstützen. Dabei müsse vor allem die Schaffung von Kinderkrippenplätzen finanziell gezielt gefördert werden, das letzte Kindergartenjahr für die Eltern kostenfrei gestellt sowie flexible Öffnungszeiten der Betreuungseinrichtungen vorgehalten werden. Unternehmen sollen, den Anteil ihrer weiblichen Mitarbeiter – auch in den Führungspositionen –  steigern, gleichen Lohn für gleiche Arbeit zahlen sowie eine kinder- und familienfreundliche Arbeitswelt mit verbesserten Möglichkeiten zum beruflichen Wiedereinstieg, zu Teilzeitarbeit und Job-Sharing sowie zur Qualifizierung zu schaffen. „Mit diesem Positionspapier zeigt die FU, dass sie die Anliegen von vielen Frauenernst nimmt und sich für ihre Belange einsetzt,“ erklärte Dr. Eva Möllring, FU-Landesvorsitzende.

Auch Juliane Achatz vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung aus Nürnberg unterstrich in ihrem Vortrag, dass die Chancen von Frauen auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland an vielen Stellen deutlich geringer  sind als die von Männern. Nach wie vor würden Frauen bei gleicher Arbeit deutlich weniger verdienen. Trotz bester Bildungsabschlüsse seien Frauen in Führungspositionen sowohl in der freien Wirtschaft als auch im öffentlichen Dienst immer noch unterrepräsentiert. Um die Chancen für Frauen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern, forderte Juliane Achatz die Arbeitsmarktpolitik im Zusammenspiel mit Bildungs- und Familienpolitik  zu betrachten. Außerdem sei eine zeitliche Entzerrung von Karrierebildern und Familienzeiten dringend notwendig Karriere würde immer noch gerade in den ersten Berufsjahren gestaltet, diese ist damit in vielen Fällen nicht mit der Familienplanung vereinbar.

Zum Abschluß des Landesdelegiertentages sprach sich der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff dafür aus, die Chancen von Frauen auf dem Arbeitsmarkt noch weiter zu verbessern. Auch die jeweiligen Betriebe trügen die Verantwortung, den Frauen beim Wiedereinstieg in den Beruf durch entsprechende Arbeitszeitmodelle entgegenzukommen.

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